Österreichs Aufsichtsbehörde FMA hat einmal mehr eine Investorenwarnung herausgegeben. Sie betrifft die Online-Plattform "TopMarketCap", die auf ihrer Webseite mit "unzähligen Handelsmöglichkeiten, die jederzeit griffbereit" seien, wirbt. Der Anbieter sei allerdings laut den heimischen Aufsehern erst gar nicht berechtigt, konzessionspflichtige Bankgeschäfte in Österreich zu erbringen. Es sei dem Unternehmen daher der gewerbliche Handel auf eigene oder fremde Rechnung (Paragraf 1 Abs 1 Z 7 Bankwesengesetz) nicht gestattet. Bei der Veröffentlichung beruft sich die Aufsicht auf den Paragrafen 4 Absatz 7 des Bankwesengesetzes.

Zahl vermeintlich unseriöser Anbieter unverändert hoch
Die FMA hat im abgelaufenen Jahr 85 Investorenwarnungen ausgegeben und liegt damit unter dem Spitzenwert von 2019. Damals hatten die heimischen Aufseher 98 Warnungen ausgegeben. Im aktuellen Jahr 2021 wurde bereits im Oktober ein neuer Spitzenwert erreicht: Bislang hat die Aufsicht 102 Meldungen herausgegeben (siehe Tabelle unten).

Die FMA kann gemäß den Rechtsvorschriften die Öffentlichkeit informieren, dass eine namentlich genannte natürliche oder juristische Person zur Vornahme bestimmter Finanzgeschäfte nicht berechtigt ist, sofern diese Person dazu Anlass gegeben hat und eine Information der Öffentlichkeit erforderlich und im Hinblick auf mögliche Nachteile des Betroffenen verhältnismäßig ist. (cf)


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