Terrorismusfinanzierung: FMA warnt vor Spenden
Die FMA warnt vor irreführenden Spendenaufrufen. Banken können bei fragwürdigen Überweisungen nachfragen.
Die österreichische Finanzmarktaufsicht FMA warnt vor Terrorismusfinanzierung durch Spenden und ruft dazu auf, auch bei kleinen Beträgen genauer hinzuschauen. Gesammelt werde oft indirekt über Vereine oder vermeintliche Hilfsstrukturen, so die Behörde in einem Beitrag auf der Verbraucherinformationsseite "Reden wir über Geld".
Kleinstbeiträge können in Summe substanzielle Beiträge zur Terrorfinanzierung leisten, heißt es. Die Behörde verweist auf den Fall eines Tschetschenen, der im Jahr 2025 in Wien zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt wurde, weil er gemeinsam mit einer Tätergruppe einen oberen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag für die Terrormiliz IS eingesammelt hatte.
Banken müssen nachfragen
Spenden vom Konto weg können am Ende auch von der Bank hinterfragt werden. "Finanzdienstleister sind gesetzlich verpflichtet, Risiken der Terrorismusfinanzierung zu prüfen. Deshalb kann es vorkommen, dass Sie bei einer Zahlung zusätzliche Angaben machen müssen, etwa zum Zweck der Zahlung oder zum Empfänger", heißt es bei der FMA. Auch Notare oder Finanzberater müssen nachfragen, wenn sie in solche Transaktionen eingebunden sind.
Spender sollten die Organisationen prüfen. Eine Richtschnur für gute Kontroll- und Transparenzstandards ist in Österreich das Spendengütesiegel (OSGS). (eml)















