Die Teams der Steuerfahndung haben im abgelaufenen Jahr 2019 exakt 61 Fälle bearbeitet und abgeschlossen. Das führte zu einem Gesamtmehrergebnis für den Steuerzahler von knapp 104 Millionen Euro. "Steuerhinterziehung ist kein Kavaliersdelikt und schadet nicht nur dem Standort, sondern auch dem Ruf der Wirtschaft. Die Mehrheit der Unternehmerinnen und Unternehmer hält sich an die Gesetze und zahlt ordnungsgemäß Abgaben. Die Kolleginnen und Kollegen der Steuerfahndung leisten wichtige und wertvolle Arbeit im Sinne der korrekten Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. Wir werden auch weiterhin entschlossen gegen Steuerbetrug vorgehen", sagt Finanzminister Gernot Blümel.

Im Jahr 2019 wurden insgesamt 104 Zwangsmaßnahmen durch die Steuerfahndung durchgeführt, diese beinhalten unter anderem 85 Hausdurchsuchungen an 292 Einsatzorten mit insgesamt 1.472 Personentagen. Bei diesen Hausdurchsuchungen wurden unter anderem 72.000 Gigabyte an IT-Daten sichergestellt.

Die Steuerfahndung ist eine Spezialeinheit für Ermittlungen in besonderen Finanzstraffällen, die sowohl nationale Koordinationsaufgaben als auch den internationalen Kontakt in großen grenzüberschreitenden Fällen von Mehrwertsteuerbetrug wahrnimmt. Im vergangenen Jahr konnten auch zahlreiche teils spektakuläre Fälle abgeschlossen werden.

Internationale Vernetzung
Die Integration des Central Liaison Offices (CLO) in die Steuerfahndung und der damit verbundenen gebündelten Kompetenzen ermöglicht die optimale Nutzung der internationalen Amtshilfe für die grenzüberschreitende Betrugsbekämpfung. Das CLO bearbeitete im Jahr 2019 fast 8.400 Fälle und leistete damit einen wertvollen Beitrag im Kampf gegen internationalen Steuerbetrug. (mb)