Österreichs Aufsichtsbehörde FMA warnt erneut vor vermeintlichen Finanzdienstleistern, die hierzulande keine Geschäfte erbringen dürfen. Diesmal betrifft die Ermahnung die Online-Plattform "New Traders Holdings FX", welche laut ihrem Internetauftritt "Sicherheit zur Priorität" erklärt habe. Daneben steht auch die "Mcgregor Trade" im Visier der Aufseher. Diese soll in Island ansässig sein und öffne laut eigenen Angaben potenziellen Anlegern das "Tor zum Weltmarkt".

Laut FMA sind allerdings beide Firmen gar nicht berechtigt, konzessionspflichtige Bankgeschäfte in Österreich zu erbringen. Es ist den Anbietern daher der gewerbliche Handel auf eigene oder fremde Rechnung (Paragraf 1 Abs. 1 Z 7 Bankwesengesetz) nicht gestattet. Bei der Veröffentlichung beruft sich die FMA auf den Paragrafen 4 Abs 7 des Bankwesengesetzes.

Zahl vermeintlich unseriöser Anbieter unverändert hoch
Die FMA hat im abgelaufenen Jahr 85 Investorenwarnungen ausgegeben und liegt damit unter dem Spitzenwert von 2019. Damals hatten die heimischen Aufseher 98 Warnungen ausgegeben. Im aktuellen Jahr 2021 hat die Aufsicht bislang 38 Meldungen herausgegeben (siehe Tabelle unten).

Die FMA kann gemäß den Rechtsvorschriften die Öffentlichkeit informieren, dass eine namentlich genannte natürliche oder juristische Person zur Vornahme bestimmter Finanzgeschäfte nicht berechtigt ist, sofern diese Person dazu Anlass gegeben hat und eine Information der Öffentlichkeit erforderlich und im Hinblick auf mögliche Nachteile des Betroffenen verhältnismäßig ist. (cf)