Österreich will den Zugang zu Risikokapital für Start-ups und Scale-ups mit einem neuen öffentlich-privaten Dachfonds verbessern. Diesbezügliche Pläne wurden bereits im vergangenen Jahr präsentiert, nun gibt es erste Details zum Starttermin. Wie der "ORF" am Donnerstag (13.8.) unter Berufung auf die "APA" und Staatssekretärin Elisabeth Zehetner berichtet, soll der Fonds im ersten Quartal 2027 operativ starten. Die Ausschreibung für das Fondsmanagement ist für den Herbst vorgesehen.

Der Bund stellt 100 Millionen Euro bereit. Weitere 400 Millionen Euro sollen bei institutionellen Investoren eingeworben werden. Der Dachfonds soll das Geld anschließend in andere Risikokapitalfonds investieren. Der Investmentfokus liegt laut "ORF" auf Österreich; Start-ups, Scale-ups und universitäre Spin-offs sollen dadurch leichter an Wachstumskapital kommen.

Start-up-Finanzierungen ziehen gleichzeitig an
Der Zeitpunkt fällt mit einer deutlichen Belebung des heimischen Start-up-Marktes zusammen. Laut dem Beratungsunternehmen Ernst & Young (EY) wurden im ersten Halbjahr 2026 472 Millionen Euro in österreichische Start-ups investiert. Das waren 329 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2025. Die Zahl der Finanzierungsrunden stieg auf 97.

Dabei spielt internationales Kapital eine wichtige Rolle: Laut EY kamen mindestens 300 Millionen Euro von rein internationalen Investorengruppen. Bei größeren Finanzierungsrunden bleibt der Anteil heimischer Investoren deutlich niedriger.

Der neue Dachfonds soll damit vor allem eine bestehende Lücke adressieren: mehr institutionelles Kapital für den österreichischen Venture-Capital-Markt zu mobilisieren. (fp)