Nach Trumps "Debanking"-Dekret: Ermittlungen gegen JP Morgan
JP Morgan Chase sieht sich mit Untersuchungen im Zusammenhang mit dem sogenannten "Debanking" konfrontiert. Hintergrund ist ein Dekret von US-Präsident Donald Trump, der Banken beschuldigt, Kunden aus politischen Gründen vom Finanzsystem auszuschließen.
Die US-Großbank JP Morgan Chase & Co. hat mitgeteilt, dass das Institut derzeit Überprüfungen, Ermittlungen und rechtlichen Verfahren im Zusammenhang mit dem Vorgehen der Trump-Regierung gegen "Debanking" ausgesetzt ist.
Die Bank reagiere auf Anfragen von Regierungsbehörden und anderen externen Parteien zu Themen wie den internen Richtlinien, Prozessen sowie der Erbringung von Dienstleistungen für Kunden und potenzielle Kunden, heißt es in einer am Dienstag (4.11.) eingereichten Börsenmitteilung.
Erlass gegen "Debanking"
US-Präsident Donald Trump hatte im August ein Dekret unterzeichnet, das Praktiken von Banken und Aufsichtsbehörden beenden soll, die bestimmten Kunden aus ideologischen Gründen den Zugang zu Finanzdienstleistungen verwehren würden.
Die Anordnung verpflichtet die zuständigen US-Behörden, Institute zu identifizieren, die sich in der Vergangenheit unrechtmäßig am "Debanking" beteiligt hätten, und gegebenenfalls Geldstrafen oder andere Maßnahmen zu verhängen.
"Banken haben mich sehr stark diskriminiert"
Trump hatte bereits zuvor erklärt, "die Banken haben mich sehr stark diskriminiert", und dabei JP Morgan sowie die Bank of America namentlich genannt. Beide Institute haben in der Vergangenheit bestritten, Geschäfte aus ideologischen Gründen abzulehnen. (mb/Bloomberg)















