Die Deutsche Bank wird 2,5 Millionen US-Dollar zahlen, um Vorwürfe der Financial Industry Regulatory Authority (Finra) beizulegen. Das Institut habe mögliche Interessenkonflikte in Anleihe- und Aktienanalysen nicht ordnungsgemäß offengelegt. Das Geldinstitut habe sich zur Zahlung der Strafe bereiterklärt, ohne die Vorwürfe zuzugeben oder zu bestreiten, teilte die US-Branchenaufsicht am Mittwoch (19.11.) mit. Die Deutsche Bank lehnte eine Stellungnahme ab.

Nach Angaben der Finra hat Deutschlands größte Bank fast zwei Jahrzehnte lang mehrfach gegen Offenlegungspflichten für Research-Berichte verstoßen. Betroffen seien rund 110.000 Analysen zu Anleihen und Aktien gewesen. Zudem habe die Bank es versäumt, ein Kontrollsystem zur Einhaltung dieser Vorschriften einzurichten und aufrechtzuerhalten.

Nicht offengelegte Interessen und Gebühren
Laut Finra hat die Deutsche Bank zwischen Januar 2007 und Mai 2025 unterlassen offenzulegen, ob Analysten finanzielle Interessen an den Unternehmen hatten, über die sie berichteten. Ebenso sei nicht offengelegt worden, ob sie von diesen Firmen Investmentbanking-Gebühren erhalten habe.

"Ein wesentlicher Bestandteil dieser Vorschriften ist die Offenlegung von Interessenkonflikten, die Anlegern dabei helfen, die Unparteilichkeit der Research-Ergebnisse und die möglichen Beweggründe des Analysten und des Unternehmens, das die Research-Ergebnisse veröffentlicht hat, zu beurteilen", erklärte die Finra. (mb/Bloomberg)