Ein früherer Finanzberater der UBS Group ist in den USA zu 6,5 Jahren Gefängnis verurteilt worden, da er Kundengelder in Höhe von rund sechs Millionen Dollar beiseite geschafft hat. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft in Miami soll er den größten Teil des Geldes für außereheliche Affären ausgegeben haben. 

Um den Betrug zu bewerkstelligen, gab der nun verurteilte Finanzberater die tatsächliche Wertentwicklung, den Saldo und die Rendite der von ihm verwalteten Konten falsch an, wie einer Pressemitteilung zu entnehmen ist. Er fälschte auch die Unterschrift von Kunden auf Dokumenten, die angeblich Überweisungen von den Konten autorisieren sollten.

Kontoauszüge gefälscht
In einem betrügerischen Grundstückskaufvertrag fälschte er die Unterschrift eines Opfers und entfernte eine E-Mail-Adresse aus dem Profil des UBS-Kundenkontos, damit das Opfer keine E-Mail-Benachrichtigungen über nicht autorisierte Überweisungen erhielt. Zudem erstellte er betrügerische Kontoauszüge, die den Saldo und den Wert der Konten der Opfer aufblähten. Von etwa 2014 bis 2020 tätigte der Finanzberater nach Angaben der Staatsanwaltschaft 62 unautorisierte Überweisungen von UBS-Konten, die drei Kunden gehörten.

Im Rahmen der Strafe verliert der Ex-Banker auch seinen Anteil an einem Haus in Ave Marie, Florida. (mb/Bloomberg)