Mehr Versicherungskunden wandten sich an Schlichtungsstelle
Die Nachfrage nach Schlichtung bei Verbrauchergeschäften steigt kräftig an. Auch bei der Verbraucherschlichtung Austria gab es ein starkes Plus bei den Anträgen. Probleme mit Versicherungsverträgen legten dort um rund ein Viertel zu.
Bei der Verbraucherschlichtung Austria sind die Anträge im Versicherungsbereich 2025 um 24 Prozent auf 279 gestiegen. Das geht aus dem unlängst veröffentlichten Geschäftsbericht des staatlich anerkannten Vereins "Schlichtung für Verbrauchergeschäfte" hervor.
Versicherungen sind nach den dominanten Branchen Handel und Dienstleistungen gemeinsam mit den Heizkosten der größte Beratungssektor für den Verein. Insgesamt langten im Vorjahr 2.514 Anträge ein, ein Zuwachs von rund 26 Prozent. 2.402 Fälle wurden abgeschlossen, darunter auch solche, die bereits aus dem Vorjahr stammen. Die Abschlussquote stieg um rund 18 Prozent. In nur rund 15 Prozent gab es keine Einigung.
Kurze Verfahrensdauer
Durchschnittlich dauerte ein Verfahren 39 Tage, zehn weniger als im Vorjahr. In drei Viertel der Verfahren geht es um weniger als tausend Euro. In 50 Fällen aber lag der Streitwert über 10.000 Euro.
Vereinsmitglieder sind die AK, die FMA, die Länder Burgenland und Oberösterreich und der Vereinsobmann Hermann Germ. Zu den Geldgebern zählen zudem das Konsumentenschutzministerium, das Land Niederösterreich und die Sparte Bank und Versicherung der WKÖ. Einzelne Projekte wurden auch von der Europäischen Kommission gefördert, wie es im Bericht heißt. (eml)















