Kürzlich hat die österreichische Bundesregierung die betriebliche Vorsorge (die zweite Säule des Pensionssystems) verbessert: Beschäftigte bekommen neue Möglichkeiten. Vor allem können Arbeitnehmer bald die Einzahlungen der Arbeitgeber in die Abfertigung Neu ohne Garantie und damit risikoreicher veranlagen lassen.

In der privaten Vorsorge, der dritten Säule, tut sich dagegen nichts. Vorgängerregierungen haben mehrfach ein "Vorsorgedepot" versprochen, das private Veranlagungen in Fonds, Aktien oder Anleihen für die Pension fördern soll. Immer wieder ist der Versuch gescheitert. Bei der aktuellen Koalition steht das Thema nicht einmal im Programm. Deutschland hingegen hat unlängst einen Umbau der dritten Säule beschlossen – die unbeliebte versicherungsbasierte Riester-Rente wird durch das kapitalmarktbasierte "Altersvorsorgedepot" ersetzt. Kennen Sie sich aus mit der dritten Säule des Pensionssystems in Österreich und ihren Baustellen?