Des einen Leid ist bekanntlich des anderen Freud. So ähnlich verhält es sich auch bei den Plänen der Regierung zum Gewinnfreibetrag, der von Einkommensteuerpflichtigen bei gewerblichen und selbstständigen Einkünften in Anspruch genommen werden kann. Im Zuge der Steuerreform 2020 bis 2022 soll die Investitionsgrenze beim 13-prozentigen Gewinnfreibetrag deutlich erhöht werden.

Bisher war ein Investitionserfordernis ab einem Gewinn von 30.000 Euro erforderlich, investiert werden konnte in Betriebs- und Geschäftsausstattung, Anlagen, aber auch in Investmentfonds. Diese Grenze soll nach derzeitigem Plan ab dem Jahr 2022 auf 100.000 Euro steigen. Für die heimischen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) ist das eine gute Nachricht, aus der Sicht von Fondsgesellschaften und Finanzberatern hingegen weniger. So muss man davon ausgehen, dass ein Großteil der rund 345.000 in Österreich tätigen KMU einen Jahresgewinn von 100.000 Euro nicht deutlich überschreitet. 

Geschäft nicht entgehen lassen
Zumindest für dieses und auch das kommende Jahr dürfen die Paragraf-14-Fonds allerdings noch auf Mittel aus der Veranlagung für den Gewinnfreibetrag hoffen. Und auch die Vermögensberater sollten sich das Geschäft nicht entgehen lassen, solange die Nachfrage noch vorhanden ist.

Die Auswahl ist mit über 90 Fonds dabei noch verhältnismäßig groß. Bei der Suche nach den passenden Paragraf-14-Fonds hilft auch die Fondssuche von FONDS professionell ONLINE. In der Suchmaske einfach beim Punkt "Abfertigungsfonds: neu" auf "Ja" klicken und die Suche starten. In der Suchmaske selbst kann die Auswahl auf Fondskategorie, Ausschüttungsklasse und vieles mehr eingeschränkt werden. Danach können die Fonds nach Performanceergebnissen über verschiedene Zeiträume verglichen werden.

Große Performanceunterschiede
Ein Blick auf die Ergebnisse der vergangenen fünf Jahre zeigt allerdings deutliche Unterschiede. Nur einige wenige Produkte konnten über diesen Zeitraum herzeigbare Ergebnisse liefern. Dabei sticht der von Gregor Nadlinger, Fondsmsnager beim Wiener Vermögensverwalter Advisory Invest, verwaltete Managed Profit Plus heraus. Die Absolute-Value-Strategie in Kombination mit einem taktischen Risk-Overlay führt mit einer jährlichen Performance von 6,8 Prozent das Feld klar an.

Der Fonds verfügt über ein aktives Fremdwährungs- und Drawdown-Risikomanagement, die Aktienquote darf zwischen null und 70 Prozent betragen. Ein Vorteil, den Nadlinger auch geschickt zu Beginn der Coronakrise nutzen konnte: So wurde die strategische Aktienquote bis knapp ­unter neun Prozent gesenkt, um diese zu Ausverkaufspreisen wieder zu erhöhen. Bei der Titelauswahl versucht Nadlinger vor ­allem auf Unternehmen zu setzen, die sich durch ihre Innovationskraft auszeichnen. Aus einem Universum mit über 60.000 ­Titeln kommen daher nur rund 400 in die engere Auswahl. Am Ende steht ein konzentriertes Portfolio mit 40 Titeln. (gp)


Den gesamten Artikel sowie einen Überblick zu den Paragraf-14-Fonds finden Sie in der neuen Heftausgabe 4/2020 von FONDS professionell, die Ende November erschienen ist.