Erneut hat Österreichs Aufsichtsbehörde FMA eine Warnmeldung herausgegeben. Dieses Mal ist der Online-Broker Platiniumfund betroffen. Die Firma sei angeblich im dritten Wiener Gemeindebezirk ansässig, verfügt laut eigener Webseite aber nur über eine britische Telefonnummer. Auf seiner Webseite behauptet das Unternehmen darüber hinaus: "Mit uns sind Sie immer einen Schritt voraus."

Laut der heimischen Finanzaufsicht sei die Firma allerdings nicht berechtigt, konzessionspflichtige Bankgeschäfte in Österreich zu erbringen. Daher ist dem Anbieter der gewerbliche Handel (Paragraf 1 Abs 1 Z 7 BWG) nicht gestattet.

Zahl dubioser Anbieter so hoch wie nie zuvor
Die FMA hat im abgelaufenen Jahr mit 98 Warnungen so viele Investorenwarnungen ausgegeben wie noch nie zuvor und damit den Spitzenwert von 2018 übertroffen. Damals hatten die heimischen Aufseher 62 Warnungen ausgegeben. Die Warnmeldungen vor dubiosen Anbietern hatten damit bereits 2018 das Spitzenjahr 2011 übertroffen, als die Behörde 51 Investorenwarnungen aussprach. 2020 hat die Aufsicht bislang 28 Meldungen herausgegeben (siehe Tabelle unten).

Die FMA kann gemäß den Rechtsvorschriften die Öffentlichkeit darüber informieren, dass eine namentlich genannte natürliche oder juristische Person zur Vornahme bestimmter Finanzgeschäfte nicht berechtigt ist, sofern diese Person dazu Anlass gegeben hat, und eine Information der Öffentlichkeit erforderlich und im Hinblick auf mögliche Nachteile des Betroffenen verhältnismäßig ist. (cf)