Der österreichische Echtzeit-Finanzdatenlieferant Teletrader, eine Tochter der Baha Group, wurde am Freitag, 5. August, von Hackern attackiert. Das teilte das Unternehmen am 12. August in einer Aussendung mit. Die Angreifer legten Server lahm und löschten Daten. Kundenspezifische Informationen und Nutzerdaten seien nicht betroffen gewesen, heißt es. Der Vorfall wurde angezeigt.

Nach ersten Analysen seien bei der Attacke mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit keine Daten gestohlen oder verschlüsselt worden. Einen Erpressungsversuch der Angreifer gab es laut den Angaben nicht.

Betroffen waren Teile des Kursdatenverarbeitungssystems, das einige Stunden vom Netz genommen und neu eingerichtet werden musste, sowie die Übermittlung und Verarbeitung von Echtzeitdaten und die Kurshistorien. Über vier Millionen User von "teletrader.com" und der App mussten den Angaben zufolge am Wochenende, das dem 5. August folgte, mit eingeschränktem Service auskommen. Gelöschte Daten konnten "großflächig" wieder hergestellt werden, so das Unternehmen. (eml)