Die heimische Aufsichtsbehörde FMA hat einmal mehr eine Investorenwarnung herausgegeben. Sie betrifft den Anbieter MyCoin Banking respektive MyCryptoWallet, welcher angeblich im karibischen St. Vincent und die Grenadinen ansässig ist. Die Firma bietet auf ihrer Webseite unter anderem Handelsmöglichkeiten mit Kryptowährungen an.

Der Behörde zufolge sei die Firma allerdings nicht berechtigt, konzessionspflichtige Wertpapierdienstleistungen in Österreich zu erbringen. Es sei dem Anbieter daher die gewerbliche Annahme und Übermittlung von Aufträgen in Bezug auf Finanzinstrumente (Paragraf 3 Absatz 2 Z 3 WAG 2018) nicht gestattet.

Zahl dubioser Anbieter so hoch wie noch nie
Die FMA hat im abgelaufenen Jahr mit 98 Warnungen so viele Investorenwarnungen ausgegeben wie noch nie zuvor und damit den Spitzenwert von 2018 übertroffen. Damals hatten die heimischen Aufseher 62 Warnungen ausgegeben. Die Warnmeldungen vor dubiosen Anbietern hatten damit bereits 2018 das Spitzenjahr 2011, damals sprach die Behörde 51 Investorenwarnungen aus, übertroffen. Im aktuellen Jahr 2020 hat die Aufsicht bislang 37 Meldungen herausgegeben (siehe Tabelle unten).

Die FMA kann gemäß den Rechtsvorschriften die Öffentlichkeit informieren, dass eine namentlich genannte natürliche oder juristische Person zur Vornahme bestimmter Finanzgeschäfte nicht berechtigt ist, sofern diese Person dazu Anlass gegeben hat und eine Information der Öffentlichkeit erforderlich und im Hinblick auf mögliche Nachteile des Betroffenen verhältnismäßig ist. (cf)