Die heimische Aufsichtsbehörde FMA hat aktuell gleich mehrere angebliche Finanzdienstleister aus der Karibik im Auge. Sie warnt potenzielle Anleger vor Geschäften mit der "FX-Leader Ltd", der "BTC-Markets", die auch unter "Sunstar Holdings Ltd" firmiert, sowie vor der "Advanced Software Solutions Ltd", die ihren Firmensitz allesamt auf St. Vincent und die Grenadinen angeben. Daneben raten die Finanzkontrolleure auch von Geschäften mit der Online-Trading-Plattform "Tradergy" respektive "Interactive Solutions Limited" ab, die ihrerseits wiederum ihren Firmensitz auf dem karibischen Inselstaat Dominica haben soll.

Laut der FMA sind die vier Unternehmen nicht berechtigt, konzessionspflichtige Bankgeschäfte in Österreich zu erbringen. Es sind den Anbietern daher der gewerbliche Handel auf eigene oder fremde Rechnung (Paragraf 1 Abs 1 Z 7 lit c und lit e Bankwesengesetz) nicht gestattet.

Zahl vermeintlich unseriöser Anbieter unverändert hoch
Die FMA hat im abgelaufenen Jahr 85 Investorenwarnungen ausgegeben und liegt damit unter dem Spitzenwert von 2019. Damals hatten die heimischen Aufseher 98 Warnungen ausgegeben. Im aktuellen Jahr 2021 hat die Aufsicht bislang 18 Meldungen herausgegeben (siehe Tabelle unten).

Die FMA kann gemäß den Rechtsvorschriften die Öffentlichkeit informieren, dass eine namentlich genannte natürliche oder juristische Person zur Vornahme bestimmter Finanzgeschäfte nicht berechtigt ist, sofern diese Person dazu Anlass gegeben hat und eine Information der Öffentlichkeit erforderlich und im Hinblick auf mögliche Nachteile des Betroffenen verhältnismäßig ist. (cf)