Österreichs Aufsichtsbehörde FMA hat zum Jahreswechsel zwei Warnmeldungen herausgegeben. Sie betrifft einerseits den Online-Anbieter Crypto Profit, der auf seiner Webseite damit wirbt, dass potenzielle Kunden selbst dann von Bitcoin profitieren könnten, wenn der Kryptomarkt crasht. Das Unternehmen ictrades bietet auf seiner Webseite unter anderem den Handel mit Kryptowährungen, Devisen und Rohstoffstrategien an.

Der FMA zufolge seien die Firmen allerdings nicht berechtigt, konzessionspflichtige Bankgeschäfte in Österreich zu erbringen. Crypto Profit sei daher die Entgegennahme fremder Gelder zur Verwaltung oder als Einlage (Paragraf 1 Abs 1 Z 1 BWG) nicht gestattet. Bei ictrades beruft sich die Behörde auf Paragraf 1 Absatz 1 Z 7 BWG, demnach dem Anbieter der Handel auf eigene oder fremde Rechnung nicht erlaubt ist.

Zahl dubioser Anbieter so hoch wie noch nie
Die FMA hat damit im Jahr 2019 98 Warnmeldungen herausgegeben (siehe Tabelle unten) und damit den Spitzenwert von 2018 übertroffen. Damals hatten die heimischen Aufseher 62 Warnungen ausgegeben. Die Warnmeldungen vor dubiosen Anbietern hatten damit bereits 2018 das Spitzenjahr 2011, damals sprach die Behörde 51 Investorenwarnungen aus, übertroffen.

Die FMA kann gemäß den Rechtsvorschriften die Öffentlichkeit informieren, dass eine namentlich genannte natürliche oder juristische Person zur Vornahme bestimmter Finanzgeschäfte nicht berechtigt ist, sofern diese Person dazu Anlass gegeben hat und eine Information der Öffentlichkeit erforderlich und im Hinblick auf mögliche Nachteile des Betroffenen verhältnismäßig ist. (cf)

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