Erneut hat Österreichs Aufsichtsbehörde FMA eine Warnmeldung herausgegeben. Sie betrifft die beiden Anbieter Nagaharu Global und Hauck-Investment, welche angeblich über Geschäftsadressen in Japan, aber auch in Schweden und  Großbritannien verfügen. Hauck Investment behauptet auf seiner Webseite, einer der gefragtesten Berater auf den europäischen Aktienmärkten zu sein und mit "70 Aktienanalysten über eines der größten Research-Teams in Europa" zu verfügen. Der japanische Anbieter Nagaharu Global bietet auf seiner Webseite anderem wiederum Absolut-Return-, Geldmarkt-, Fixed-Income-, und ETF-Lösungen an.

Laut FMA sind die beiden Anbieter aber nicht dazu berechtigt, konzessionspflichtige Wertpapierdienstleistungen in Österreich zu erbringen. Es sei Hauck-Investment daher die gewerbliche Anlageberatung in Bezug auf Finanzinstrumente (Paragraf 3 Abs. 2 Z 1 WAG 2018) nicht gestattet. Nagaharu Global sei indes die gewerbliche Portfolioverwaltung durch Verwaltung von Portfolios auf Einzelkundenbasis mit einem Ermessensspielraum im Rahmen einer Vollmacht des Kunden, sofern das Kundeportfolio ein oder mehrere Finanzinstrumente enthält (Paragraf 3 Abs. 2 Z 2 WAG 2018) nicht erlaubt.

Zahl dubioser Anbieter nach wie vor hoch
Nachdem die FMA im abgelaufenen Jahr mit 44 Warnungen so viele Investorenwarnungen ausgegeben hat, wie schon lang nicht mehr, sind die Warnmeldungen auch im laufenden Jahr ungebrochen hoch. Bereits 28 Investorenwarnungen (siehe Tabelle unten) hat die Aufsicht herausgegeben.

Die FMA kann gemäß den Rechtsvorschriften die Öffentlichkeit informieren, dass eine namentlich genannte natürliche oder juristische Person zur Vornahme bestimmter Finanzgeschäfte nicht berechtigt ist, sofern diese Person dazu Anlass gegeben hat und eine Information der Öffentlichkeit erforderlich und im Hinblick auf mögliche Nachteile des Betroffenen verhältnismäßig ist. (cf)