Österreichs Aufsichtsbehörde FMA informiert einmal mehr über einen vermeintlichen Finanzdienstleister, der hierzulande keine Geschäfte erbringen darf. Diesmal betrifft die Investorenwarnung die Online-Plattform "CF Broker SARL", welche unter anderem Trading mit Indizes und Währungen anbietet. Auf dessen Webseite wirbt das Unternehmen damit, die "beste Plattform für Finanzinvestitionen" zu sein.

Laut FMA ist die Firma allerdings gar nicht berechtigt, konzessionspflichtige Bankgeschäfte beziehungsweise Wertpapierdienstleistungen in Österreich zu erbringen. Es sei dem Anbieter daher der gewerbliche Handel auf eigene oder fremde Rechnung (Paragraf 1 Abs 1 Z 7 Bankwesengesetz) respektive die gewerbliche Anlageberatung in Bezug auf Finanzinstrumente (Paragraf 3 Abs 2 Z 1 Wertpapieraufsichtsgesetz 2018) nicht gestattet.

Bei der Veröffentlichung beruft sich die Aufsicht auf den Paragrafen 4 Abs 7 des Bankwesengesetzes sowie auf Paragraf 92 Absatz 11 des Wertpapieraufsichtsgesetz 2018.

Zahl vermeintlich unseriöser Anbieter unverändert hoch
Die FMA hat im abgelaufenen Jahr 85 Investorenwarnungen ausgegeben und liegt damit unter dem Spitzenwert von 2019. Damals hatten die heimischen Aufseher 98 Warnungen ausgegeben. Im aktuellen Jahr 2021 hat die Aufsicht bislang 48 Meldungen herausgegeben (siehe Tabelle unten).

Die FMA kann gemäß den Rechtsvorschriften die Öffentlichkeit informieren, dass eine namentlich genannte natürliche oder juristische Person zur Vornahme bestimmter Finanzgeschäfte nicht berechtigt ist, sofern diese Person dazu Anlass gegeben hat und eine Information der Öffentlichkeit erforderlich und im Hinblick auf mögliche Nachteile des Betroffenen verhältnismäßig ist. (cf)