Österreichs Aufsichtsbehörde FMA hat wieder eine Warnmeldung herausgegeben. Sie betrifft den Anbieter Nexo Group, der angeblich in Berlin ansässig ist. Das Unternehmen bietet auf seiner Webseite unter anderem den Handel mit Kryptowährungen, Devisen und Indizes an.

Der FMA zufolge sei die Firma allerdings nicht berechtigt, konzessionspflichtige Bankgeschäfte in Österreich zu erbringen. Es ist dem Anbieter daher der gewerbliche Handel (Paragraf 1 Abs 1 Z 7 BWG) nicht gestattet.

Zahl dubioser Anbieter so hoch wie noch nie
Die FMA hat im aktuellen Jahr bereits 91 Warnmeldungen herausgegeben (siehe Tabelle unten) und damit den Spitzenwert vom Vorjahr übertroffen. Damals hatten die heimischen Aufseher 62 Warnungen ausgegeben. Die Warnmeldungen vor dubiosen Anbietern hatten damit bereits 2018 das Spitzenjahr 2011, damals sprach die Behörde 51 Investorenwarnungen aus, übertroffen.

Die FMA kann gemäß den Rechtsvorschriften die Öffentlichkeit informieren, dass eine namentlich genannte natürliche oder juristische Person zur Vornahme bestimmter Finanzgeschäfte nicht berechtigt ist, sofern diese Person dazu Anlass gegeben hat und eine Information der Öffentlichkeit erforderlich und im Hinblick auf mögliche Nachteile des Betroffenen verhältnismäßig ist. (cf)

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