Österreichs Aufsichtsbehörde FMA informiert einmal mehr über vermeintliche Finanzdienstleister, die hierzulande keine Geschäfte erbringen dürfen. Diesmal betrifft die Investorenwarnung einerseits die Online-Plattform "AlgofGain", welche im dritten Wiener Gemeindebezirk ansässig sein soll. Daneben stehen auch die Handels-Plattformen "Premium Trade", welche auch unter dem Namen "Dzikanta Limited" auftritt, und die australische Thelivemarket im Visier der Finanzwächter.

Laut FMA ist das Trio allerdings gar nicht berechtigt, konzessionspflichtige Bankgeschäfte in Österreich zu erbringen. Es sei den Anbietern daher der gewerbliche Handel auf eigene oder fremde Rechnung (Paragraf 1 Abs 1 Z 7 Bankwesengesetz) nicht gestattet. Bei der Veröffentlichung beruft sich die Aufsicht auf den Paragrafen 4 Absatz 7 des Bankwesengesetzes.

Zahl vermeintlich unseriöser Anbieter unverändert hoch
Die FMA hat im abgelaufenen Jahr 85 Investorenwarnungen ausgegeben und liegt damit unter dem Spitzenwert von 2019. Damals hatten die heimischen Aufseher 98 Warnungen ausgegeben. Im aktuellen Jahr 2021 hat die Aufsicht bislang 83 Meldungen herausgegeben (siehe Tabelle unten).

Die FMA kann gemäß den Rechtsvorschriften die Öffentlichkeit informieren, dass eine namentlich genannte natürliche oder juristische Person zur Vornahme bestimmter Finanzgeschäfte nicht berechtigt ist, sofern diese Person dazu Anlass gegeben hat und eine Information der Öffentlichkeit erforderlich und im Hinblick auf mögliche Nachteile des Betroffenen verhältnismäßig ist. (cf)


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