Die heimische Aufsichtsbehörde FMA hat einmal mehr eine Investorenwarnung herausgegeben. Sie betrifft Paraiba World, welche angeblich in Hong Kong ansässig ist. Die Webseite des Unternehmens würde sich derzeit im Aufbau befinden, ist dort zu lesen.

Die FMA reagiert dennoch prompt: Der Behörde zufolge sei die Firma jedenfalls nicht berechtigt, konzessionspflichtige Bankgeschäfte in Österreich zu erbringen. Es sei dem Anbieter daher die Entgegennahme fremder Gelder als Einlage gemäß Paragraf 1 Absatz 1 Z 1 zweiter Fall BWG nicht gestattet.

Zahl dubioser Anbieter so hoch wie noch nie
Die FMA hat im abgelaufenen Jahr mit 98 Warnungen so viele Investorenwarnungen ausgegeben wie noch nie zuvor und damit den Spitzenwert von 2018 übertroffen. Damals hatten die heimischen Aufseher 62 Warnungen ausgegeben. Die Warnmeldungen vor dubiosen Anbietern hatten damit bereits 2018 das Spitzenjahr 2011, damals sprach die Behörde 51 Investorenwarnungen aus, übertroffen. Im aktuellen noch jungen Jahr 2020 hat die Aufsicht bislang elf Meldungen herausgegeben (siehe Tabelle unten).

Die FMA kann gemäß den Rechtsvorschriften die Öffentlichkeit informieren, dass eine namentlich genannte natürliche oder juristische Person zur Vornahme bestimmter Finanzgeschäfte nicht berechtigt ist, sofern diese Person dazu Anlass gegeben hat und eine Information der Öffentlichkeit erforderlich und im Hinblick auf mögliche Nachteile des Betroffenen verhältnismäßig ist. (cf)