Österreichs Aufsichtsbehörde FMA hat dieser Tage zum wiederholten Mal eine Investorenwarnung herausgegeben. Sie betrifft die Trading-Plattform "Slinqo Group LTD, die auch unter "Finexics" auftritt und ihren Firmensitz auf Zypern angibt. Die Firma wirbt auf ihrer Webseite damit, der "weltweit größte Anbieter von Forex-CFDs" zu sein.

Laut der FMA ist das Unternehmen allerdings nicht berechtigt, konzessionspflichtige Bankgeschäfte in Österreich zu erbringen. Es sei dem Anbieter demnach daher der Handel auf eigene oder fremde Rechnung (Paragraf 1 Abs 1 Z 7 BWG) nicht gestattet.

Zahl der Warnmeldungen so hoch wie noch nie
Die FMA hat im abgelaufenen Jahr mit 98 Warnungen so viele Investorenwarnungen ausgegeben wie noch nie zuvor und damit den Spitzenwert von 2018 übertroffen. Damals hatten die heimischen Aufseher 62 Warnungen ausgegeben. 2020 hat die Aufsicht bislang 84 Meldungen herausgegeben (siehe Tabelle unten).

Die FMA kann gemäß den Rechtsvorschriften die Öffentlichkeit darüber informieren, dass eine namentlich genannte natürliche oder juristische Person zur Vornahme bestimmter Finanzgeschäfte nicht berechtigt ist, sofern diese Person dazu Anlass gegeben hat, eine Information der Öffentlichkeit erforderlich und im Hinblick auf mögliche Nachteile des Betroffenen verhältnismäßig ist. (cf)

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