Österreichs Aufsichtsbehörde FMA hat einmal mehr eine Investorenwarnung herausgegeben. Sie betrifft die Firma "Trading Monsters co. Ltd" respektive "Trading Monsters SL", die ihren Firmensitz im spanischen Madrid haben soll. Über eine eigene Webseite verfügt der angebliche Broker nicht, potenzielle Anleger haben lediglich per E-Mail oder Telegramm die Möglichkeit, Kontakt mit den Köpfen hinter den "Trading Monsters" aufzunehmen.

Allerdings sei der Anbieter laut FMA erst gar nicht berechtigt, konzessionspflichtige Bankgeschäfte in Österreich zu erbringen. Es sei dem Unternehmen daher der gewerbliche Handel auf eigene oder fremde Rechnung (Paragraf 1 Abs 1 Z 1 erster Fall BWG) nicht gestattet. Auf eine Verwechslungsgefahr mit einem in einem Drittstaat beaufsichtigten Anbieter wird von der Behörde außerdem hingewiesen.

Zahl vermeintlich unseriöser Anbieter unverändert hoch
Die FMA hat im abgelaufenen Jahr 85 Investorenwarnungen ausgegeben und liegt damit unter dem Spitzenwert von 2019. Damals hatten die heimischen Aufseher 98 Warnungen ausgegeben. Im aktuellen Jahr 2021 hat die Aufsicht bislang 14 Meldungen herausgegeben (siehe Tabelle unten).

Die FMA kann gemäß den Rechtsvorschriften die Öffentlichkeit informieren, dass eine namentlich genannte natürliche oder juristische Person zur Vornahme bestimmter Finanzgeschäfte nicht berechtigt ist, sofern diese Person dazu Anlass gegeben hat und eine Information der Öffentlichkeit erforderlich und im Hinblick auf mögliche Nachteile des Betroffenen verhältnismäßig ist. (cf)