Österreichs Aufsichtsbehörde FMA hat wieder eine Investorenwarnung herausgegeben. Sie betrifft die Luxemburger "Edufintech", die Weiterbildungsangebote im Bereich Online-Handel anbietet. Das Ausbildungssortiment umfasst dabei etwa Forex, Aktien, technische Analyse, Rohstoffe oder auch Kryptowährungen. Daneben bietet die Firma wohl auch eine Webseite namens "Trade Tech" an, welche nur für registrierte User nutzbar ist.

Der Anbieter ist jedefalls laut den heimischen Aufsehern nicht berechtigt, konzessionspflichtige Bankgeschäfte in Österreich zu erbringen. Es sei dem Unternehmen daher der gewerbliche Handel auf eigene oder fremde Rechnung (Paragraf 1 Abs 1 Z 7 Bankwesengesetz) nicht gestattet. Bei der Veröffentlichung beruft sich die Aufsicht auf den Paragrafen 4 Abs 7 des Bankwesengesetzes.

Zahl vermeintlich unseriöser Anbieter unverändert hoch
Die FMA hat im abgelaufenen Jahr 85 Investorenwarnungen ausgegeben und liegt damit unter dem Spitzenwert von 2019. Damals hatten die heimischen Aufseher 98 Warnungen ausgegeben. Im aktuellen Jahr 2021 hat die Aufsicht bislang 55 Meldungen herausgegeben (siehe Tabelle unten).

Die FMA kann gemäß den Rechtsvorschriften die Öffentlichkeit informieren, dass eine namentlich genannte natürliche oder juristische Person zur Vornahme bestimmter Finanzgeschäfte nicht berechtigt ist, sofern diese Person dazu Anlass gegeben hat und eine Information der Öffentlichkeit erforderlich und im Hinblick auf mögliche Nachteile des Betroffenen verhältnismäßig ist. (cf)


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