Österreichs Aufsichtsbehörde FMA hat dieser Tage zum wiederholten Mal Investorenwarnungen herausgegeben. Sie betrifft die Trading-Plattform "XTRGate", die auch unter "South Bay Holdings" firmiert und ihren Firmensitz im dominikanischen Commonwealth angibt . Daneben haben die Aufseher auch die Online-Plattform "Prime Funder" im Visier. Beide Firmen bieten Broker-Dienste an.

Laut der FMA sind die beiden Unternehmen allerdings nicht berechtigt, konzessionspflichtige Bankgeschäfte in Österreich zu erbringen. Es sei den Anbietern daher der gewerbliche Handel auf eigene oder fremde Rechnung (Paragraf 1 Abs 1 Z 7 BWG ) nicht gestattet.

Zahl der Warnmeldungen so hoch wie noch nie
Die FMA hat im abgelaufenen Jahr mit 98 Warnungen so viele Investorenwarnungen ausgegeben wie noch nie zuvor und damit den Spitzenwert von 2018 übertroffen. Damals hatten die heimischen Aufseher 62 Warnungen ausgegeben. 2020 hat die Aufsicht bislang 76 Meldungen herausgegeben (siehe Tabelle unten).

Die FMA kann gemäß den Rechtsvorschriften die Öffentlichkeit darüber informieren, dass eine namentlich genannte natürliche oder juristische Person zur Vornahme bestimmter Finanzgeschäfte nicht berechtigt ist, sofern diese Person dazu Anlass gegeben hat, eine Information der Öffentlichkeit erforderlich und im Hinblick auf mögliche Nachteile des Betroffenen verhältnismäßig ist. (cf)
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