Österreichs Aufsichtsbehörde FMA hat wieder eine Investorenwarnung herausgegeben. Sie betrifft die "ABSystem", die auch unter dem Namen "Donnybrook Consulting Ltd" auftritt. Auf ihrer Webseite wirbt die Firma mit einem "Arbitrage-Bot Handelsbot", welcher demnach eine  bequeme Handelsstrategie sein und Risiken minimieren soll. "Wir sind hier, um Ihnen zu helfen, ein besserer Investor zu werden. Für Ihre Bequemlichkeit arbeitet unser erfahrenes Kundendienstteam an guten 5 Tagen in der Woche rund um die Uhr", wirbt das Unternehmen weiter. Daneben haben die Aufseher auch die Handelsplattform "Energy Markets" im Visier. Das Haus behauptet von sich selbst wiederum, "ein führender Anbieter in der Welt des Online-Handels" zu sein.

Die beiden Anbieter sind allerdings laut den heimischen Aufsehern nicht berechtigt, konzessionspflichtige Bankgeschäfte in Österreich zu erbringen. Es sei den Firmen daher der gewerbliche Handel auf eigene oder fremde Rechnung (Paragraf 1 Abs 1 Z 7 Bankwesengesetz) nicht gestattet. Bei der Veröffentlichung beruft sich die Aufsicht auf den Paragrafen 4 Absatz 7 des Bankwesengesetzes.

Zahl vermeintlich unseriöser Anbieter unverändert hoch
Die FMA hat im abgelaufenen Jahr 85 Investorenwarnungen ausgegeben und liegt damit unter dem Spitzenwert von 2019. Damals hatten die heimischen Aufseher 98 Warnungen ausgegeben. Im aktuellen Jahr 2021 hat die Aufsicht bislang 80 Meldungen herausgegeben (siehe Tabelle unten).

Die FMA kann gemäß den Rechtsvorschriften die Öffentlichkeit informieren, dass eine namentlich genannte natürliche oder juristische Person zur Vornahme bestimmter Finanzgeschäfte nicht berechtigt ist, sofern diese Person dazu Anlass gegeben hat und eine Information der Öffentlichkeit erforderlich und im Hinblick auf mögliche Nachteile des Betroffenen verhältnismäßig ist. (cf)


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