Erneut hat Österreichs Aufsichtsbehörde FMA Warnmeldungen herausgegeben. Dieses Mal ist einerseits die Firma "Viva Payment Solutions" betroffen, welche angeblich über eine Geschäftsadresse in Klagenfurt verfügt. Derzeit sei für die Zustellungen die Geschäftsanschrift aber unbekannt, erklärt die Aufsicht. Auch die Webseite des vermeintlichen Finanzdienstleisters ist nicht mehr erreichbar.

Daneben warnt die FMA auch vor Geschäften mit der "Main Invest" aus London. Diese verspricht auf ihrer Homepage: "Wir helfen Unternehmen und Privatinvestoren intelligenter zu arbeiten und schneller zu wachsen."

Laut der heimischen Finanzaufsicht sei die Viva Payment Solutions nicht berechtigt, konzessionspflichtige Zahlungsdienste in Österreich zu erbringen. Es sei dem Anbieter daher die gewerbliche Ausgabe von Zahlungsinstrumenten oder die Annahme und Abrechnung von Zahlungsvorgängen (Paragraf 1 Absatz 2 Z 5 ZaDiG 2018) daher nicht gestattet. Die Main Invest darf wiederum keine konzessionspflichtigen Wertpapierdienstleistungen in Österreich anbieten. Der Firma sei daher die gewerbliche Anlageberatung in Bezug auf Finanzinstrumente (Paragraf 3 Absatz 2 Z 1 WAG 2018) nicht erlaubt.

Zahl dubioser Anbieter so hoch wie nie zuvor
Die FMA hat im aktuellen Jahr bereits 94 Warnmeldungen herausgegeben (siehe Tabelle unten) und damit den Spitzenwert vom Vorjahr übertroffen. Damals hatten die heimischen Aufseher 62 Warnungen ausgegeben. Die Warnmeldungen vor dubiosen Anbietern hatten damit bereits 2018 das Spitzenjahr 2011, damals sprach die Behörde 51 Investorenwarnungen aus, übertroffen.

Die FMA kann gemäß den Rechtsvorschriften die Öffentlichkeit informieren, dass eine namentlich genannte natürliche oder juristische Person zur Vornahme bestimmter Finanzgeschäfte nicht berechtigt ist, sofern diese Person dazu Anlass gegeben hat und eine Information der Öffentlichkeit erforderlich und im Hinblick auf mögliche Nachteile des Betroffenen verhältnismäßig ist. (cf)

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