Österreichs Aufsichtsbehörde FMA warnt erneut vor einem vermeintlichen Finanzdienstleister, der hierzulande keine Geschäfte erbringen darf. Diesmal betrifft die Investorenwarnung die "Uni-Coins", welche angibt, in Wien ansässig zu sein. Die Firma wirbt unter anderem damit, "die original globale Kryptobörse" zu sein und fährt auf ihrer Webseite fort: "Mit einer nachgewiesenen Erfolgsbilanz und einem ausgereiften Ansatz für die Branche bieten wir zuverlässigen Handel mit Kryptowährungen."

Laut FMA ist das Unternehmen aber erst gar nicht berechtigt, konzessionspflichtige Bankgeschäfte in Österreich zu erbringen. Es sei dem Anbieter daher die gewerbliche Entgegenahme fremder Gelder zur Verwaltung (Paragraf 1 Absatz 1 Z 1 erster Fall Bankwesengesetz) nicht gestattet. Bei der Veröffentlichung beruft sich die FMA auf den Paragrafen 4 Absatz 7 des Bankwesengesetzes.

Zahl vermeintlich unseriöser Anbieter unverändert hoch
Die FMA hat im abgelaufenen Jahr 85 Investorenwarnungen ausgegeben und liegt damit unter dem Spitzenwert von 2019. Damals hatten die heimischen Aufseher 98 Warnungen ausgegeben. Im aktuellen Jahr 2021 hat die Aufsicht bislang 66 Meldungen herausgegeben (siehe Tabelle unten).

Die FMA kann gemäß den Rechtsvorschriften die Öffentlichkeit informieren, dass eine namentlich genannte natürliche oder juristische Person zur Vornahme bestimmter Finanzgeschäfte nicht berechtigt ist, sofern diese Person dazu Anlass gegeben hat und eine Information der Öffentlichkeit erforderlich und im Hinblick auf mögliche Nachteile des Betroffenen verhältnismäßig ist. (cf)


Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken