Österreichs Aufsichtsbehörde FMA hat zwei Warnmeldungen herausgegeben. Sie betrifft die beiden Anbieter "Findlay Nicolson" und "Benidict Hoffman", welche angeblich in Taiwan ansässig sind. Während "Findlay Nicolson" auf seiner Webseite "hochentwickeltes Investmentmanagement" anpreist, wirbt "Benidict Hoffman" wiederum mit "maßgeschneidertem Investmentmanagement".

Laut FMA seien allerdings beide Firmen nicht berechtigt, konzessionspflichtige Wertpapierdienstleistungen in Österreich zu erbringen. Es sei den Anbietern daher die gewerbliche Anlageberatung in Bezug auf Finanzinstrumente (Paragraf 3 Abs. 2 Z 1 WAG 2018) nicht gestattet.

Zahl dubioser Anbieter so hoch wie nie zuvor
Die FMA hat im aktuellen Jahr bereits 83 Warnmeldungen herausgegeben (siehe Tabelle unten) und damit den Spitzenwert vom Vorjahr übertroffen. Damals hatten die heimischen Aufseher 62 Warnungen ausgegeben. Die Warnmeldungen vor dubiosen Anbietern hatten damit bereits 2018 das Spitzenjahr 2011, damals sprach die Behörde 51 Investorenwarnungen aus, übertroffen.

Die FMA kann gemäß den Rechtsvorschriften die Öffentlichkeit informieren, dass eine namentlich genannte natürliche oder juristische Person zur Vornahme bestimmter Finanzgeschäfte nicht berechtigt ist, sofern diese Person dazu Anlass gegeben hat und eine Information der Öffentlichkeit erforderlich und im Hinblick auf mögliche Nachteile des Betroffenen verhältnismäßig ist. (cf)

Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken