Österreichs Aufsichtsbehörde FMA hat wieder eine Warnmeldung herausgegeben. Sie betrifft den Online-Anbieter CFDS100 von Markets XL respektive CCLR Solutions, die angeblich in London ansässig ist. Das Unternehmen wirbt auf seiner Webseite damit, eine bahnbrechende Trading-Technologie zu bieten.

Laut FMA sei die Firma aber nicht berechtigt, konzessionspflichtige Bankgeschäfte beziehungsweise Wertpapierdienstleistungsgeschäfte in Österreich zu erbringen. Es sei dem Anbieter daher weder der gewerbliche Handel auf eigene oder fremde Rechnung (§ 1 Abs 1 Z 7 BWG) noch die Anlageberatung (§ 3 Abs 2 Z 1 WAG 2018) gestattet.

Zahl dubioser Anbieter nach wie vor hoch
Die FMA hat im abgelaufenen Jahr mit 62 Warnungen so viele Investorenwarnungen ausgegeben wie noch nie zuvor. Die Warnungenmeldungen vor dubiosen Anbietern hatten damit sogar das Spitzenjahr 2011, damals sprach die Behörde 51 Investorenwarnungen aus, übertroffen. Im laufenden Jahr hat die Aufsicht bereits 26 Investorenwarnungen (siehe Tabelle unten) herausgegeben.

Die FMA kann gemäß den Rechtsvorschriften die Öffentlichkeit informieren, dass eine namentlich genannte natürliche oder juristische Person zur Vornahme bestimmter Finanzgeschäfte nicht berechtigt ist, sofern diese Person dazu Anlass gegeben hat und eine Information der Öffentlichkeit erforderlich und im Hinblick auf mögliche Nachteile des Betroffenen verhältnismäßig ist. (cf)