Österreichs Aufsichtsbehörde FMA hat einmal mehr eine Investorenwarnung herausgegeben. Sie betrifft die Tycoon69 International, welche angeblich in den Arabischen Emiraten ansässig ist. Auf ihrer Webseite bietet die Firma eine eigene Kryptowährung, den "T69 Token", an, welche demnach von der Tycoon69-Community on- wie offline akzeptiert werde. Weiter heißt es etwa, dass die Technologie der Tycoon69 International "das auf Blockchain basierende Wirtschaftsökosystem der Zukunft" sei.

Allerdings sei das Unternehmen gar nicht berechtigt, konzessionspflichtige E-Geldgeschäfte in Österreich zu erbringen. Es ist dem Anbieter daher die Ausgabe von E-Geld (Paragraf 1 Abs 1 E-Geldgesetz 2010) nicht gestattet.

Zahl der Warnmeldungen so hoch wie noch nie
Die FMA hat im abgelaufenen Jahr mit 98 Warnungen so viele Investorenwarnungen ausgegeben wie noch nie zuvor und damit den Spitzenwert von 2018 übertroffen. Damals hatten die heimischen Aufseher 62 Warnungen ausgegeben. 2020 hat die Aufsicht bislang 62 Meldungen herausgegeben (siehe Tabelle unten).

Die FMA kann gemäß den Rechtsvorschriften die Öffentlichkeit darüber informieren, dass eine namentlich genannte natürliche oder juristische Person zur Vornahme bestimmter Finanzgeschäfte nicht berechtigt ist, sofern diese Person dazu Anlass gegeben hat, eine Information der Öffentlichkeit erforderlich und im Hinblick auf mögliche Nachteile des Betroffenen verhältnismäßig ist. (cf)


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