Österreichs Aufsichtsbehörde FMA hat wieder eine Warnmeldung herausgegeben. Sie betrifft den Online-Anbieter Fhpfinance.com. Das Unternehmen wirbt auf seiner Webseite damit, zu den weltweit führenden Private Equity-Häusern zu zählen.

Der FMA zufolge ist die Firma aber nicht berechtigt, konzessionspflichtige Bankgeschäfte und Wertpapierdienstleistungen in Österreich zu erbringen. Daher sei dem Anbieter der gewerbliche Handel auf eigene oder fremde Rechnung (Paragraf 1, Absatz 1 Z 7 BWG) sowie die gewerbliche Anlageberatung in Bezug auf Finanzinstrumente (Paragraf 3, Absatz 2 Z 1 WAG 2018) nicht gestattet.

Zahl dubioser Anbieter nach wie vor hoch
Die FMA hat im abgelaufenen Jahr 62 Investorenwarnungen herausgegeben, so hoch war die Zahl noch nie zuvor. Die Warnungen vor dubiosen Anbietern übertrafen damit sogar das Spitzenjahr 2011. Damals hatte die Behörde 51 Investorenwarnungen ausgesprochen. Im laufenden Jahr liegt die Anzahl bisher bei 55 (siehe Tabelle unten).

Die FMA kann gemäß den Rechtsvorschriften die Öffentlichkeit darüber informieren, dass eine namentlich genannte natürliche oder juristische Person zur Vornahme bestimmter Finanzgeschäfte nicht berechtigt ist. Dies ist dann möglich, wenn diese Person dazu Anlass gegeben hat, eine Information der Öffentlichkeit erforderlich und im Hinblick auf mögliche Nachteile des Betroffenen verhältnismäßig ist. (cf)