Österreichs Aufsichtsbehörde FMA informiert erneut über die vermeintliche Kryptowährungshandelsplattform "Dexa-Coin", die hierzulande keine Geschäfte erbringen darf. Das Unternehmen sei demnach in Wien und London ansässig, habe aber laut FMA keine Berechtigung konzessionspflichtige Bankgeschäfte in Österreich zu erbringen. (siehe auch: FMA warnt vor Wiener Kryptoplattform).

Daneben haben die Aufseher derzeit ein weiteres Unternehmen unter Beobachtung: Die Pricon Privat-Consult AG soll ihren Sitz in Zürich haben, allerdings fehle laut FMA die Erlaubis zur Erbring von Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Es sei dem Anbieter daher die gewerbliche Anlageberatung (Paragraf 3 Absatz 2 Z 1 Wertpapieraufsichtsgesetz 2018) nicht erlaubt.

Zahl vermeintlich unseriöser Anbieter unverändert hoch
Die FMA hat im abgelaufenen Jahr 112 Investorenwarnungen ausgegeben. Das ist um ein Drittel beziehungsweise sind 28 Warnungen mehr als 2020. Auch liegen die Veröffentlichungen damit deutlich über dem Spitzenwert von 2019. Damals hatten die heimischen Aufseher 98 Warnungen ausgegeben. Im Jahr 2022 hat die FMA bislang 42 Investorenwarnungen veröffentlicht (siehe Liste unten).

Die FMA kann gemäß den Rechtsvorschriften die Öffentlichkeit informieren, dass eine namentlich genannte natürliche oder juristische Person zur Vornahme bestimmter Finanzgeschäfte nicht berechtigt ist, sofern diese Person dazu Anlass gegeben hat und eine Information der Öffentlichkeit erforderlich und im Hinblick auf mögliche Nachteile des Betroffenen verhältnismäßig ist. (cf)