Die VivaExchange beschäftigt Österreichs Aufsichtsbehörde FMA. Das Unternehmen behauptet von sich selbst, "die Krypto Revolution" zu sein und zudem "die Antwort auf wachsende Probleme in der Finanzwelt" gefunden zu haben. Daneben ist dort nun auch zu lesen, dass geplant sei, die "EXW als Genossenschaft zu betreiben, die Genossenschaftsanteile zu tokenisieren und jedem Mitglied so seine die anteilige Dividende zukommen zu lassen."

Laut der heimischen Finanzaufsicht sei der Anbieter allerdings nicht berechtigt, konzessionspflichtige Zahlungsdienste in Österreich zu erbringen. Es sei der Firma daher die gewerbliche Ausgabe von Zahlungsinstrumenten (Issuing) oder die Annahme und Abrechnung von Zahlungsvorgängen (Acquiring) nach Paragraf 1 Absatz 2 Z 5 ZaDiG 2018 nicht erlaubt.

Zahl dubioser Anbieter so hoch wie noch nie
Die FMA hat im abgelaufenen Jahr mit 98 Warnungen so viele Investorenwarnungen ausgegeben wie noch nie zuvor und damit den Spitzenwert von 2018 übertroffen. Damals hatten die heimischen Aufseher 62 Warnungen ausgegeben. Die Warnmeldungen vor dubiosen Anbietern hatten damit bereits 2018 das Spitzenjahr 2011, damals sprach die Behörde 51 Investorenwarnungen aus, übertroffen. Im aktuellen noch jungen Jahr 2020 hat die Aufsicht bislang zwei Meldungen herausgegeben (siehe Tabelle unten).

Die FMA kann gemäß den Rechtsvorschriften die Öffentlichkeit informieren, dass eine namentlich genannte natürliche oder juristische Person zur Vornahme bestimmter Finanzgeschäfte nicht berechtigt ist, sofern diese Person dazu Anlass gegeben hat und eine Information der Öffentlichkeit erforderlich und im Hinblick auf mögliche Nachteile des Betroffenen verhältnismäßig ist. (cf)