Österreichs Aufsichtsbehörde FMA hat gleich drei Warnmeldungen auf einmal herausgegeben. Sie betrifft die Anbieter "GrahamFE FinServices" aus Sofia, die in Panama City ansässige "CTFY Trading" sowie die karibische "360SmartFX". Letztere verspricht potenziellen Kunden mithilfe von Bitcoin-Trades reich zu werden. Dank "GrahamFE FinServices" sollen Anleger indes "die Kraft des Online-Tradings" erleben können. "CTFY Trading" selbst ist nicht mehr online erreichbar.

Laut FMA seien die drei Firmen nicht berechtigt, konzessionspflichtige Bankgeschäfte in Österreich zu erbringen. Es ist dem Anbieter daher die Entgegennahme fremder Gelder zur Verwaltung nicht gestattet.

Zahl dubioser Anbieter so hoch wie nie zuvor
Die FMA hat im aktuellen Jahr bereits 89 Warnmeldungen herausgegeben (siehe Tabelle unten) und damit den Spitzenwert vom Vorjahr übertroffen. Damals hatten die heimischen Aufseher 62 Warnungen ausgegeben. Die Warnmeldungen vor dubiosen Anbietern hatten damit bereits 2018 das Spitzenjahr 2011, damals sprach die Behörde 51 Investorenwarnungen aus, übertroffen.

Die FMA kann gemäß den Rechtsvorschriften die Öffentlichkeit informieren, dass eine namentlich genannte natürliche oder juristische Person zur Vornahme bestimmter Finanzgeschäfte nicht berechtigt ist, sofern diese Person dazu Anlass gegeben hat und eine Information der Öffentlichkeit erforderlich und im Hinblick auf mögliche Nachteile des Betroffenen verhältnismäßig ist. (cf)

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