Österreichs Aufsichtsbehörde FMA hat dieser Tage zum wiederholten Mal Investorenwarnungen herausgegeben. Sie betrifft die Online-Plattform "Elite Traders Trading Services LTD", die auch unter "Prime Technologies LTD" firmiert. Daneben haben die Aufseher auch die "Royal Gates LTD", die die Webseite "fxprime.io" betreibt, im Visier. Beide Firmen bieten Trading-Dienste an.

Laut der FMA ist die "Elite Traders Trading Services" allerdings nicht berechtigt,  konzessionspflichtige Wertpapierdienstleistungen in Österreich zu erbringen. Es sei dem Anbieter daher die gewerbliche Portfolioverwaltung (Paragraf 3 Abs. 2 Z 2 WAG 2018) nicht gestattet. Bei der "Royal Gates LTD" stellt die Behörde wiederum klar, dass das Haus nicht berechtigt sei, konzessionspflichtige Bankgeschäfte in Österreich zu erbringen. Es sei dem Anbieter daher der Handel auf eigene oder fremde Rechnung (Paragraf 1 Abs 1 Z 7 BWG) sowie die Entgegennahme fremder Gelder als Einlage (Einlagengeschäft gem. Paragraf 1 Abs 1 Z 1 zweiter Fall BWG) nicht erlaubt.

Zahl der Warnmeldungen so hoch wie noch nie
Die FMA hat im abgelaufenen Jahr mit 98 Warnungen so viele Investorenwarnungen ausgegeben wie noch nie zuvor und damit den Spitzenwert von 2018 übertroffen. Damals hatten die heimischen Aufseher 62 Warnungen ausgegeben. 2020 hat die Aufsicht bislang 71 Meldungen herausgegeben (siehe Tabelle unten).

Die FMA kann gemäß den Rechtsvorschriften die Öffentlichkeit darüber informieren, dass eine namentlich genannte natürliche oder juristische Person zur Vornahme bestimmter Finanzgeschäfte nicht berechtigt ist, sofern diese Person dazu Anlass gegeben hat, eine Information der Öffentlichkeit erforderlich und im Hinblick auf mögliche Nachteile des Betroffenen verhältnismäßig ist. (cf)


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