Österreichs Aufsichtsbehörde FMA hat wieder einen Rundumschlag gegen angebliche Finanzdienstleister gestartet: Die Alfacapital24.com/eu, welche angeblich im schwedischen Stockholm ansässig ist, sowie die beiden Online-Plattformen Prime Holdings und GM Warburg Commercial.

Laut FMA sei das Trio allerdings nicht berechtigt, konzessionspflichtige Bankgeschäfte respektive Wertpapierdienstleistungen in Österreich zu erbringen. Es sei Alfacapital24.com/eu daher die gewerbliche Annahme und Übermittlung von Aufträgen, sofern diese Tätigkeiten ein oder mehrere Finanzinstrumente zu Gegenstand haben (Paragraf 3 Abs 2 Z 3 WAG 2018), nicht gestattet. Hier weist die Behörde außerdem auf die Verwechslungsgefahr mit einem in der EU beaufsichtigten Anbieter wird hin.

Prime Holdings wiederum sei laut der FMA der gewerbliche Handel auf eigene oder fremde Rechnung (Paragraf 1 Abs 1 Z 7 Bankwesengesetz) nicht erlaubt. Und GM Warburg Commercial darf demnach keine gewerbliche Anlageberatung in Bezug auf Finanzinstrumente (Paragraf 3 Abs. 2 Z 1 WAG 2018) anbieten.

Zahl vermeintlich unseriöser Anbieter unverändert hoch
Die FMA hat im abgelaufenen Jahr 85 Investorenwarnungen ausgegeben und liegt damit unter dem Spitzenwert von 2019. Damals hatten die heimischen Aufseher 98 Warnungen ausgegeben. Im aktuellen Jahr 2021 hat die Aufsicht bislang 42 Meldungen herausgegeben (siehe Tabelle unten).

Die FMA kann gemäß den Rechtsvorschriften die Öffentlichkeit informieren, dass eine namentlich genannte natürliche oder juristische Person zur Vornahme bestimmter Finanzgeschäfte nicht berechtigt ist, sofern diese Person dazu Anlass gegeben hat und eine Information der Öffentlichkeit erforderlich und im Hinblick auf mögliche Nachteile des Betroffenen verhältnismäßig ist. (cf)