Österreichs Aufsichtsbehörde FMA hat wieder einen Rundumschlag gegen unseriöse Anbieter gestartet und warnt gleich vor acht vermeintlichen Finanzdienstleistern: Die BSB Global respektive Lotens Partners, Victoria Finance, Tradixa, GFX Royal (die auch unter Capital Letter firmiert), weiters die Starlingfe, HKFXMT International, HBCmarket und BitQT.

Laut FMA sei der Online-Krypto-Händler BitQT nicht berechtigt, konzessionspflichtige Bankgeschäfte in Österreich zu erbringen. Es ist dem Unternehmen daher die gewerbliche Entgegennahme fremder Gelder zur Verwaltung (Paragraf 1 Abs 1 Z 1 BWG erster Fall) nicht gestattet. Bei den übrigen vermeintlichen Investmentfirmen beziehen sich die Aufseher ebenfalls auf den Paragrafen 1 Absatz 1 Z 7 des Bankwesengesetzes und untersagen den Firmen den gewerblichen Handel.

Zahl dubioser Anbieter so hoch wie noch nie
Die FMA hat im abgelaufenen Jahr mit 98 Warnungen so viele Investorenwarnungen ausgegeben wie noch nie zuvor und damit den Spitzenwert von 2018 übertroffen. Damals hatten die heimischen Aufseher 62 Warnungen ausgegeben. Die Warnmeldungen vor dubiosen Anbietern hatten damit bereits 2018 das Spitzenjahr 2011, damals sprach die Behörde 51 Investorenwarnungen aus, übertroffen. Im aktuellen Jahr 2020 hat die Aufsicht bereits 55 Meldungen herausgegeben (siehe Tabelle unten).

Die FMA kann gemäß den Rechtsvorschriften die Öffentlichkeit informieren, dass eine namentlich genannte natürliche oder juristische Person zur Vornahme bestimmter Finanzgeschäfte nicht berechtigt ist, sofern diese Person dazu Anlass gegeben hat und eine Information der Öffentlichkeit erforderlich und im Hinblick auf mögliche Nachteile des Betroffenen verhältnismäßig ist. (cf)


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