Österreichs Aufsichtsbehörde FMA hat wieder einen Rundumschlag gegen angebliche Finanzdienstleister gestartet: Die Panteras Capital Plc, welche angeblich in London ansässig ist, sowie die beiden Online-Plattformen "bitcoinchampion.io" und "yuanpaygroup.org" stehen demnach im Visier der Aufseher.

Laut FMA sei das Trio allerdings nicht berechtigt, konzessionspflichtige Bankgeschäfte in Österreich zu erbringen. Es sei den Anbietern daher der gewerbliche Handel auf eigene oder fremde Rechnung (Paragraf 1 Abs 1 Z 7 Bankwesengesetz) nicht gestattet. Panteras Capital Plc ist die Entgegennahme fremder Gelder zur Verwaltung (Paragraf 1 Abs 1 Z 1 Bankwesengesetz) zusätzlich nicht erlaubt. Bei den Veröffentlichung beruft sich die FMA auf Paragraf 4 Absatz 7 des Bankwesengesetzes.

Zahl vermeintlich unseriöser Anbieter unverändert hoch
Die FMA hat im abgelaufenen Jahr 85 Investorenwarnungen ausgegeben und liegt damit unter dem Spitzenwert von 2019. Damals hatten die heimischen Aufseher 98 Warnungen ausgegeben. Im aktuellen Jahr 2021 hat die Aufsicht bislang 110 Meldungen herausgegeben (siehe Tabelle unten).

Die FMA kann gemäß den Rechtsvorschriften die Öffentlichkeit informieren, dass eine namentlich genannte natürliche oder juristische Person zur Vornahme bestimmter Finanzgeschäfte nicht berechtigt ist, sofern diese Person dazu Anlass gegeben hat und eine Information der Öffentlichkeit erforderlich und im Hinblick auf mögliche Nachteile des Betroffenen verhältnismäßig ist. (cf)

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