Österreichs Aufsichtsbehörde FMA hat wieder eine Warnmeldung herausgegeben. Sie betrifft die auf den Seychellen ansässige KJ Invest Capital, die Trading-Plattform Swissinv24, welche ihren Firmensitz angeblich auf den Marshallinseln hat, sowie die Londoner Compass Consulting.

Laut FMA seien die beiden vermeintlichen Investmentfirmen KJ Invest Capital und die Compass Consulting Group nicht berechtigt, konzessionspflichtige Wertpapierdienstleistungen in Österreich zu erbringen. Swissinv24 sind wiederum konzessionspflichtige Bankgeschäfte in Österreich untersagt.

Zahl dubioser Anbieter so hoch wie noch nie
Die FMA hat im abgelaufenen Jahr mit 98 Warnungen so viele Investorenwarnungen ausgegeben wie noch nie zuvor und damit den Spitzenwert von 2018 übertroffen. Damals hatten die heimischen Aufseher 62 Warnungen ausgegeben. Die Warnmeldungen vor dubiosen Anbietern hatten damit bereits 2018 das Spitzenjahr 2011, damals sprach die Behörde 51 Investorenwarnungen aus, übertroffen. Im aktuellen noch jungen Jahr 2020 hat die Aufsicht bislang sechs Meldungen herausgegeben (siehe Tabelle unten).

Die FMA kann gemäß den Rechtsvorschriften die Öffentlichkeit informieren, dass eine namentlich genannte natürliche oder juristische Person zur Vornahme bestimmter Finanzgeschäfte nicht berechtigt ist, sofern diese Person dazu Anlass gegeben hat und eine Information der Öffentlichkeit erforderlich und im Hinblick auf mögliche Nachteile des Betroffenen verhältnismäßig ist. . (cf)