Österreichs Aufsichtsbehörde FMA hat einmal mehr Investorenwarnungen herausgegeben. Sie betrifft die Online-Plattform "Etorocoinoption", die ihren Firmensitz in Chicago haben soll. Laut der Webseite handle es sich bei dem Anbieter um eine "revolutionäre Plattform zum Geldmachen". Daneben haben die Aufseher auch eine Plattform namens Raxtrade, die auch unter Roi Stock limited firmiert, im Visier. Das Unternehmen lockt Anleger mit "endlosen Handelsmöglichkeiten".

Allerdings seien beide Firma laut FMA gar nicht berechtigt, konzessionspflichtige Bankgeschäfte in Österreich zu erbringen. Es sei den Anbietern daher der gewerbliche Handel auf eigene oder fremde Rechnung (Paragraf 1 Abs 1 Z 7 BWG) nicht gestattet.

Zahl der Warnmeldungen so hoch wie noch nie
Die FMA hat im abgelaufenen Jahr mit 98 Warnungen so viele Investorenwarnungen ausgegeben wie noch nie zuvor und damit den Spitzenwert von 2018 übertroffen. Damals hatten die heimischen Aufseher 62 Warnungen ausgegeben. 2020 hat die Aufsicht bislang 64 Meldungen herausgegeben (siehe Tabelle unten).

Die FMA kann gemäß den Rechtsvorschriften die Öffentlichkeit darüber informieren, dass eine namentlich genannte natürliche oder juristische Person zur Vornahme bestimmter Finanzgeschäfte nicht berechtigt ist, sofern diese Person dazu Anlass gegeben hat, eine Information der Öffentlichkeit erforderlich und im Hinblick auf mögliche Nachteile des Betroffenen verhältnismäßig ist. (cf)

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