Österreichs Aufsichtsbehörde FMA informiert einmal mehr über einen vermeintlichen Finanzdienstleister, der hierzulande keine Geschäfte erbringen darf. Diesmal betrifft die Investorenwarnung die "Ortega Invest Group", welche angeblich in der Schweiz ansässig sein soll. Nähere Informationen über den angeblichen Finanzdienstleister lassen sich allerdings nicht herausfinden, denn der Onlineauftritt des Unternehmens wurde bereits offline geschalten.

Laut FMA ist die Firma auch gar nicht berechtigt, konzessionspflichtige Bankgeschäfte in Österreich zu erbringen. Es sei dem Anbieter daher die Vermittlung von Kreditgeschäften gemäß Paragraf 1 Absatz 1 Z 18 lit b iVm Z 3 BWG nicht gestattet. Bei der Veröffentlichung beruft sich die FMA auf den Paragrafen 4 Abs 7 des Bankwesengesetzes.

Zahl vermeintlich unseriöser Anbieter unverändert hoch
Die FMA hat im abgelaufenen Jahr 85 Investorenwarnungen ausgegeben und liegt damit unter dem Spitzenwert von 2019. Damals hatten die heimischen Aufseher 98 Warnungen ausgegeben. Im aktuellen Jahr 2021 hat die Aufsicht bislang 39 Meldungen herausgegeben (siehe Tabelle unten).

Die FMA kann gemäß den Rechtsvorschriften die Öffentlichkeit informieren, dass eine namentlich genannte natürliche oder juristische Person zur Vornahme bestimmter Finanzgeschäfte nicht berechtigt ist, sofern diese Person dazu Anlass gegeben hat und eine Information der Öffentlichkeit erforderlich und im Hinblick auf mögliche Nachteile des Betroffenen verhältnismäßig ist. (cf)