Österreichs Aufsichtsbehörde FMA hat einmal mehr eine Investorenwarnung herausgegeben. Sie betrifft den angeblichen Finanzdienstleister Undry Asset Management, der in Linz ansässig sein soll. Eine Webpräsenz des Unternehmens suchen potenzielle Anleger vergebens. Dem "verbraucherschutzforum.berlin" zufolge habe die Firma Nintendo-Aktien zum Verkauf angeboten und trete daneben auch als "Algebris Investments" in Erscheinung.

Nun wird jedenfalls auch die heimische Finanzmarktbehörde aktiv. Laut der FMA sei der Anbieter nicht berechtigt, konzessionspflichtige Wertpapierdienstleistungen in Österreich zu erbringen. Dem Unternehmen sei daher die gewerbliche Annahme und Übermittlung von Aufträgen in Bezug auf Finanzinstrumente (Paragraf 3 Absatz 2 Z 3 WAG 2018) nicht gestattet.

Zahl dubioser Anbieter so hoch wie noch nie
Die FMA hat im abgelaufenen Jahr mit 98 Warnungen so viele Investorenwarnungen ausgegeben wie noch nie zuvor und damit den Spitzenwert von 2018 übertroffen. Damals hatten die heimischen Aufseher 62 Warnungen ausgegeben. 2020 hat die Aufsicht bislang 38 Meldungen herausgegeben (siehe Tabelle unten).

Die FMA kann gemäß den Rechtsvorschriften die Öffentlichkeit darüber informieren, dass eine namentlich genannte natürliche oder juristische Person zur Vornahme bestimmter Finanzgeschäfte nicht berechtigt ist, sofern diese Person dazu Anlass gegeben hat, eine Information der Öffentlichkeit erforderlich und im Hinblick auf mögliche Nachteile des Betroffenen verhältnismäßig ist. (cf)