Finanzbetrug: FMA strebt Registrierung als "Trusted Flagger" an
Die FMA strebt den Status eines "Trusted Flaggers" an, eines "vertrauenswürdigen Hinweisgebers", dessen Beschwerden die Onlineplattformen bevorzugt behandeln müssen.
Die österreichische Finanzmarktaufsicht FMA ist zwar nicht für den individuellen Konsumentenschutz zuständig, registriert aber stark steigende Zahlen von Finanzbetrugsversuchen über digitale Kanäle. Wie mehrere Medien berichteten, hat die Behörde einen Antrag auf Registrierung als "Trusted Flagger" ("vertrauenswürdiger Hinweisgeber") beantragt. Der Status würde bedeuten, dass Onlineplattformen Hinweise aus der FMA über fragwürdige oder verbotene Inhalte bevorzugt behandeln müssen.
Bisher sind acht Organisationen in Österreich als "Trusted Flagger" registriert: Arbeiterkammer Wien, Internet Ombudsstelle des ÖIAT, Rat auf Draht, ZARA (Zivilcourage und Antirassismusarbeit), Schutzverband für unlauteren Wettbewerb, LSG (Wahrnehmung von Leistungsschutzrechten), AKM (Musikerrechte) sowie Kinder- und Jugendanwaltschaft Oberösterreich.
DSA-Vorgabe
"Trusted Flagger" sind im EU Digital Service Act (DSA) verankert. In Österreich wird der DSA von der Kommunikationsbehörde Austria (Komm Austria) umgesetzt, die damit auch für die Zertifizierung der bevorzugten Hinweisgeber verantwortlich ist. Zertifizierte Organisationen müssen einen jährlichen Tätigkeitsbericht vorlegen. (eml)













