Die Luxemburger Finanzaufsicht CSSF warnt die Öffentlichkeit vor der Website www.wellington-management.org. Dort behaupte eine Gesellschaft, von dem Großherzogtum aus Investmentdienstleistungen unter dem Namen "Wellington-Management" anzubieten. Dieser Anbieter unterstehe nicht der Aufsicht der CSSF und besitze keine Erlaubnis, Finanzdienstleistungen in oder aus Luxemburg heraus zu offerieren, teilt die Behörde mit.

Offensichtlich möchte der Betreiber der Website vom guten Namen des US-Vermögensverwalters Wellington Management mit Sitz in Boston profitieren. Dieser Fondsanbieter, der in Luxemburg ordnungsgemäß von der CSSF beaufsichtigt wird, habe mit der genannten Website allerdings nichts zu tun, betont die Behörde.

Die Wurzeln von Wellington Management reichen bis 1928 zurück, als Firmengründer Walter Morgan den ersten Mischfonds der Vereinigten Staaten auflegte. Heute zählt das Unternehmen zu den größten Investmentfirmen der Welt – das Haus verwaltet mehr als eine Billion US-Dollar. Der Fondsanbieter ist weltweit präsent, seit 2011 ist er auch mit einem Büro in Frankfurt präsent.

Ähnliche Fälle
Der Fall erinnert an eine Firma namens "Insight Managed Funds", die offensichtlich die Marke der BNY-Mellon-Boutique Insight Investment missbrauchte. Vor dieser Gesellschaft hatte die CSSF im Februar gewarnt (FONDS professionell ONLINE berichtete).

Dass mutmaßliche Betrüger versuchen, renommierte Namen aus der Investmentwelt für ihre Zwecke zu verwenden, kommt häufiger vor: Im September vergangenen Jahres musste sich der Frankfurter Vermögensverwalter Acatis Investment gegen eine unbekannte Firma wehren, die versuchte, unter ihrer Marke Unbedarften eine Kryptowährungsneuemission zu verticken. Wenige Monate zuvor war bekannt geworden, dass Betrüger den Namen der Düsseldorfer Quant Capital Management nutzten, um Privatleuten Beteiligungen an Börsengängen zu verkaufen. (bm)