Das Finanzministerium macht darauf aufmerksam, dass Finanz- und Zollämter künftig keine Zahlungen mehr an die früher gültigen Bawag PSK-Konten annehmen. "Zahlungen an die alte IBAN ATxx 6000 0xxx xxxx xxxx (BIC OPSKATWW) bei der Bawag PSK werden nicht mehr angenommen und mit Hinweis auf eine falsche IBAN auf Ihr Konto zurückgeleitet", heißt es in einer Mitteilung auf der Homepage des Ministeriums.

KPMG-Expertin Bettina Matzka warnt, dass es bei fehlerhaften Überweisungen zu Säumniszuschlägen kommen könnte. "Um dies zu vermeiden, empfiehlt sich die Überprüfung der im ERP-System angelegten Stammdaten sowie allfälliger Vorlagen im Electronic Banking-System (insbesondere im Hinblick auf das zuständige Finanzamt im Bereich der Ertragsteuern und Umsatzsteuer sowie auch das Finanzamt für Gebühren, Verkehrsteuern und Glücksspiel)", so Matzka in einer Mitteilung.

Umstellung schon vor Jahren
Ab 1. Juli 2019 werden nur mehr Überweisungen zugunsten der neuen IBAN entgegengenommen. "Diese erkennen Sie an folgendem Aufbau: ATxx 0100 0xxx xxxx xxxx und dem BIC BUNDATWW", heißt beim Finanzministerium. Bereits vor einigen Jahren sei der Prozess dahingehend umgestellt worden, dass jedes Finanzamt eine eigene IBAN erhalten hat und dass den Finanzämtern insgesamt ein einheitlicher BIC zugeteilt wurde, konkretisierte ein Sprecher gegenüber FONDS professionell ONLINE. Seitdem stünden in der Regel auch beim Online-Banking diese neuen Vorgaben zur Auswahl. Betroffen von der nunmehrigen Deadline seien nur einige Vertreter, die die alten Vorlagen bei der Überweisung nicht geändert haben.

Die Umstellung sei jedenfalls rein technischer Natur. Das neue Konto befindet sich weiter bei der Bawag PSK, die nicht in Frage stehe. Über die Bawag als "Hausbank der Republik" gibt es seit längerem Diskussionen. Die Neos brachten dazu im Vorjahr eine parlamentarische Anfrage ein. Sie kritisieren, dass die Bawag Group, die heute mehrheitlich im Besitz von US-Finanzinvestoren ist, weiter das Republiksbankkonto führt, das im Jahr 1882 der Postsparkasse zugeteilt wurde. Dieses wanderte im Jahr 2000 durch die Übernahme der staatliche Postsparkasse zur Bawag. Das Gesetz, das die Postsparkasse begünstigt, stammt laut den Neos bereits aus dem Jahr 1882. Sie fordern eine Neuausschreibung. (eml)