Gute Note für FMA: FATF-Bericht zu Geldwäsche und Terrorfinanzierung
Österreichs Finanzmarkt erhält internationales Lob: Die FATF bescheinigt der FMA und dem heimischen Sektor deutliche Fortschritte im Kampf gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung.
Die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) sieht sich durch den aktuellen Länderbericht der Financial Action Task Force (FATF) in ihrem Kurs bestätigt. Der Finanzsektor erhält ein "Substantial"-Rating – die zweithöchste Bewertung – und erzielt damit das bislang beste Ergebnis in diesem Bereich seit Beginn der Länderprüfungen.
Im Vergleich zur FATF-Prüfung 2016, die noch erheblichen Verbesserungsbedarf aufgezeigt hatte, wurden die Maßnahmen gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung deutlich ausgebaut. Die FMA hat ihre Aufsicht personell verstärkt, analytisch weiterentwickelt und die Durchsetzung verschärft.
Auch der Finanzsektor selbst hat nachgelegt: Institute haben ihre Compliance-Strukturen professionalisiert, spezialisierte Einheiten aufgebaut und das Risikobewusstsein geschärft. Verdachtsmeldungen nahmen zu, während besonders risikoreiche Geschäftsbeziehungen reduziert wurden.
FMA sieht Kurs bestätigt
"Die FATF als weltweit maßgebliche Instanz gegen illegale Finanzströme bestätigt unseren Kurs: Null-Toleranz gegenüber Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung und eine konsequente Sanktionenaufsicht", betont FMA-Vorstand Helmut Ettl. "Wir haben in den vergangenen Jahren Strukturen, Instrumente und Durchsetzungskraft gezielt gestärkt. Das ist anspruchsvoll – aber ein schlechtes Ergebnis wäre für den Finanzplatz ungleich teurer. Der FATF-Befund zeigt, dass sich unsere Konsequenz und Ausdauer auszahlen."
Auch FMA-Vorständin Mariana Kühnel hebt die Bedeutung hervor: "Ein sauberer Finanzplatz ist kein Selbstzweck, sondern die Grundlage für Vertrauen und Glaubwürdigkeit unseres Wirtschaftsstandorts", erklärt sie. "Die internationale Bestätigung durch die FATF stärkt die Reputation des österreichischen Finanzmarkts. Wir werden weiterhin mit aller Konsequenz daran arbeiten, illegale Finanzströme zu unterbinden – in enger Kooperation mit unseren europäischen Partnern."
Zusammenarbeit als Erfolgsfaktor
Der Bericht unterstreicht zudem die Bedeutung der engen Zusammenarbeit zwischen den relevanten Institutionen. Neben der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) kooperiert die FMA eng mit dem Finanzministerium, der Geldwäschemeldestelle im Bundeskriminalamt sowie der Direktion für Staatsschutz und Nachrichtendienst.
Mit der Übernahme der Sanktionenaufsicht durch die FMA im Jahr 2026 werden Geldwäscheprävention und Durchsetzung internationaler Sanktionen stärker gebündelt. Dies soll die Effizienz und Wirksamkeit der Aufsicht weiter erhöhen.
Trotz der positiven Bewertung sieht die FMA weiteren Handlungsbedarf. Der FATF-Bericht enthält Empfehlungen zur Optimierung, deren Umsetzung bereits läuft. Dazu zählen Anpassungen in der Risikoanalyse, verfeinerte Aufsichtsinstrumente und eine gezieltere Prüfplanung. (mb)















