John Stumpf, der ehemalige Vorstandschef der US-Großbank Wells Fargo, muss wegen eines Skandals um illegale Vertriebspraktiken 17,5 Millionen Dollar Strafe zahlen. Zudem akzeptierte der 66-Jährige ein lebenslanges Arbeitsverbot im Bankensektor, berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf eine Mitteilung der US-Bankenaufsichtsbehörde OCC.

Neben Stumpf wurden auch fünf weitere frühere Wells-Fargo-Manager zu Millionenstrafen verdonnert. Die OCC hat damit erstmals Einzelpersonen für die rechtswidrigen Geschäftspraktiken der Bank zur Rechenschaft gezogen. Mit Duldung des Managements der Bank hatten Mitarbeiter Millionen an Scheinkonten eröffnet, um unrealistische Verkaufsziele zu erfüllen. Dafür musste Wells Fargo bereits Millionenstrafen und Gebühren bezahlen. (mb)