Österreichs Aufsichtsbehörde FMA hat wieder eine Warnmeldung herausgegeben. Sie betrifft die beiden Anbieter Fremont Capital und www.oliverantonlintner.com. Ersterer behauptet von sich, zu Europas Top-Vermögensverwaltern zu zählen und ist angeblich im irischen Dublin ansässig. Oliverantonlintner.com verfügt indes angeblich über Geschäftsadressen in Wien und London. Das Unternehmen wirbt auf seiner Webseite damit, zu den führenden Private-Equity-Anbietern zu gehören.

Laut FMA sei die Fremont Capital aber nicht berechtigt, konzessionspflichtige Bankgeschäfte in Österreich zu erbringen. Es sei dem Anbieter daher die Entgegennahme fremder Gelder als Einlage (Paragraf 1 Abs 1 Z 1 zweiter Fall BWG) nicht gestattet. Oliverantonlintner.com darf hierzulande laut der FMA keine konzessionspflichtige Wertpapierdienstleistungen erbringen. Der Firma sei daher die gewerbliche Annahme und Übermittlung von Aufträgen, sofern diese Tätigkeiten ein oder mehrere Finanzinstrumente zum Gegenstand haben (Paragraf 3 Abs. 2 Z 3 WAG 2018), nicht gestattet.

Zahl dubioser Anbieter nach wie vor hoch
Die FMA hat im abgelaufenen Jahr mit 62 Warnungen so viele Investorenwarnungen ausgegeben wie noch nie zuvor. Die Warnungenmeldungen vor dubiosen Anbietern hatten damit sogar das Spitzenjahr 2011, damals sprach die Behörde 51 Investorenwarnungen aus, übertroffen. Im laufenden Jahr hat die Aufsicht bereits 31 Investorenwarnungen (siehe Tabelle unten) herausgegeben.

Die FMA kann gemäß den Rechtsvorschriften die Öffentlichkeit informieren, dass eine namentlich genannte natürliche oder juristische Person zur Vornahme bestimmter Finanzgeschäfte nicht berechtigt ist, sofern diese Person dazu Anlass gegeben hat und eine Information der Öffentlichkeit erforderlich und im Hinblick auf mögliche Nachteile des Betroffenen verhältnismäßig ist. (cf)