Der britische Soziologe Cyril Northcote Parkinson formulierte schon in den 1950er-Jahren die nach ihm benannten Gesetze, in denen er das Wachstum von Bürokratie in der öffentlichen Verwaltung, aber auch in Unternehmen – nicht ohne Humor – aufs Korn nahm. Demnach dehnt sich Arbeit in dem Maß aus, wie Zeit für die Erledigung zur Verfügung steht. Die tatsächliche Komplexität der Aufgabe spielt dabei keine Rolle. Angestellte (das gilt auch für Beamte) wünschen stets, die Zahl ihrer Untergebenen zu maximieren, wobei sie peinlich darauf achten, dass ihnen dabei nicht im selben Ausmaß Konkurrenten heranwachsen. Und natürlich beschäftigt sich dieses wachsende Heer von Mitarbeitern gegenseitig mit Arbeit, die es in kleineren Mannschaften gar nicht geben würde.

Diesen "Gesetzmäßigkeiten" verdanken wir in Europa auch einen stetig wachsenden Verwaltungsapparat, der alle Sparten der Finanzindustrie peinlich genau überwacht, kontrolliert und mitunter auch bestraft. Wo früher gar nicht reguliert wurde, herrscht heute – zumindest nach Ansicht der Betroffenen – vielfach die Überregulierung. Leider ändert diese Erkenntnis nichts daran, dass man sich mit den zuständigen Behörden und Aufsichten auseinandersetzen muss, will man im Finanzbereich Produkte und Dienstleistungen anbieten. Die einschlägigen Vorgaben zu befolgen ist dabei unvermeidbar. Dazu ist es auch notwendig, die zuständigen Behörden und Gesetze zu kennen. Ob Sie mit Blick auf die Finanzaufsichtsbehörden in Europa auf dem aktuellen Stand sind, können Sie in unserem Quiz überprüfen. Die Redaktion wünscht wie immer viel Erfolg!